Wir bauen einen Teich 5/… – Stein- und Betonarbeiten im Teich

Was tat sich am Teich in den letzten Wochen? Der Wasserstand ist inzwischen fast so, wie er einmal sein soll. Leider wäre es zu viel, heute alles zu berichten, was bisher passiert ist. Ich beschränke mich deshalb heute Abend auf die Stein- und Betonarbeiten innerhalb des Teiches.
Es gibt jetzt zwei Stiegen, eine davon hat sogar einen Handlauf. Zuletzt wurde fleißig an den lang gezogenen Sitzstufen und einer Trennmauer (auch genannt der Drachenrücken) in der so genannten Sand-/Teichschnecke gearbeitet. Bei der Sandschnecke handelt es sich um eine Bauweise die es ermöglichen soll, einen Seichtwasserbereich zu schaffen in dem Kinder spielen können, ohne dass der Sand am Teichgrund landet. Dafür darf dieser Bereich nicht zu steil abfallen. Die Form gleicht dem Eingang eines Schneckenhauses. Vom restlichen Teich ist unsere Schnecke durch eine Mauer begrenzt, welche, nach vielem hin und her überlegen, aus den großen Brocken, die beim Teichaushub angefallen waren, gemauert wurde.

Nun zu einigen Fotos, wie gehabt…
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Hier sehen wir wie Hector dabei ist, die erste Stufe der östlichen Stiege vorzubereiten. Da diese sich in ca. 1,3 m Tiefe unterhalb des Wasserspiegels befindet, verputzen wir diese und die nächsten lediglich mit Beton. Die obersten 3 Stufen, welche durch das Wasser gut sichtbar sind, sind dann aus Natursteinen aus dem Waldviertel gemauert. Die Steine vom Aushub hier auf dem Foto dienen als Füllmaterial.

FOTODie ersten zwei Stufen sind fertig. Damit sich keine Risse im Beton bilden, decken wir die Stufen anschließend mit Vlies ab. Dies schützt sie vor zu viel Sonne und zu schnellem Tocknen.

FOTOWas ist denn das? …Dies ist ein Rohr aus Beton. Wenn alle Stufen fertig sind, dann wird ein solches Rohr auch in der obersten Stufen zu finden sein. Hier werden die Steher vom Handlauf hinein gesteckt. Die bleibenden Hohlräume im Rohr werden mit 0/4 Brechsand gefüllt. Somit sitzt der Handlauf fest und kann im Falle sehr einfach durch einen neuen ersetzt werden. Dafür muss dann nur der Sand entfernt und die Hohlräume neu befüllt werden.

FOTOVoilà…

FOTOEine vollendete Stiege! Links davon wird einmal ein Steg über das Wasser ragen.

Nun zur so von uns getauften Sand- und Teichschnecke:
FOTOHier die drei Sitzstufen, von denen nur die oberste etwa 5 cm aus dem Wasser ragen wird. die Fläche darunter haben wir mit einer ca. 3 cm starken Betonschicht bedeckt. Darauf wird später Sand gestreut werden. Der Beton soll die Folie vor Kindern und sonstigen Personen schützen, die im Sand herum stochern. Eher unwahrscheinlich, aber sicher ist sicher.

FOTOHier entsteht nun die Mauer, welche den sandigen Flachwasserbereich von der Schwimmzone trennt. Sie soll verhindern, dass Sand in den Teich rutschen kann und außerdem den Erwachsenen die Aufsicht der Kleinen erleichtern.

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Wir versehen große Steinbrocken mit Stahlstangen als Bewehrung. Das nächste Foto erklärt weshalb…

FOTOUnd so sieht der Drachenrücken aus. Den Anfang macht der größte Stein, den der Baggerfahrer ausgegraben hat. Er besitzt ein eigenes Fundament und ist zusätzlich bewehrt, damit er bloß nicht umfällt.

FOTODer Brocken ist geschätzte 1 bis 1,5 Tonnen schwer. War das ein Spaß den da erst einmal mit Muskelkraft und Hebeltechnik in seine Position zu bringen.

FOTODa bei der Sandschnecke beidseitig der Kapillarsperre Sand für die Kinder und Erwachsenen zum spielen aufgefüllt wird, schützen wir diese mit einem Betonsockel. So kann sie sicher nicht ausgegraben und freigelegt werden.

FOTODieser ebenfalls riesige Brocken beendet die Steinarbeiten innerhalb des Teichs. Er wird aus dem Wasser heraus ragen und zum Sitzen und Abspringen einladen.

FotoAuf den Seiten sind noch zwei Stufen. Bald werden sie unter Wasser liegen. Wir sehen auch schon die Teichsäcke.. Aber dazu mehr beim nächsten Mal!

 

Bis zum nächste Eintrag!
Euer Team ecodeco15-09-28_POMALI_Mauer_an_Teichschnecke_Drachenrücken_02

Wir bauen einen Teich 4/… – Die Pflegestufe

So Leute, jetzt kommen endlich wieder ein paar Aktualitäten aus der ecodeco-Schmiede!

Wir haben inzwischen die Pflegestufe angefertigt:
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Wir haben dazu auf die Vom Bagger angefertigte Stufe, auf die Folie, einen Streifen Vlies gegeben und darauf dann den Beton. Mit Gummistiefeln noch gut verteilt und schließlich mit einem Reibebrett (Maurerwerkzeug) ausgeformt. Später einmal wird dies sehr praktisch sein um die Pflanzen und den Teich in Stand zu halten und zu pflegen.

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Fast fertig! Oben links haben wir dann auch auf die Flanke schon Beton aufgetragen. Hier entsteht nach der Stufe eine von zwei Stiegen. Rechts von der Stufe, eine Ebene höher, werden dann einmal gefüllte Sandsäcke liegen und dahinter das Substrat für die Pflanzen.

Wir bauen einen Teich 8/… – Der Zaun

Bevor es nun auf eine wohlverdiente Reise geht, blogge ich noch schnell etwas zum neuesten Stand. Diesmal wurde nicht am Teich gebaut, sondern an einem wunderschönen  Staketenzaun, der in erster Linie die kleinsten vor dem Teich schützen soll.
Der Zaun besteht aus Edelkastanienholz. Die Pfosten wurden bei einem nächtlichen Bier und Grillerei am unteren und zugespitzten Ende angekohlt. Das soll die Haltbarkeit erhöhen, da die Kohle auch für Bodenorganismen nicht sehr schmackhaft ist.
Foto: https://i0.wp.com/www.ecodeco.at/galerien/Teich-POMALI/images/15-07-19_POMALI_Staketenzaun_02.JPG?resize=640%2C480
Die 104 Pfosten waren in 3 Stunden fertig angekohlt. Gebraucht haben wir letztendlich nur 85 Stück für die 105 Meter Zaun.

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Der Boden war so steinig, dass wir jedes Loch (ca. 50cm tief) per Hand gegraben und anschließend mit dem Vorschlaghammer verdichtet haben. Und das ausgerechnet an den heißesten Tagen des Jahres.

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Zu zweit ging das Anschrauben der fertigen 10m Staketenrollen dann sehr schnell. Eine Person hat mit Hilfe einer Holzlatte die Staketen gespant und die andere Person hat geschraubt.

UND FERTIG ist das Pinguin-Gehege! Da wird keiner so eben drüber hüpfen.
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Was wir hier errichtet haben nennt sich französischer Staketenzaun. Die einzelnen Staketen sind aus dem gespaltenen Holz der Edelkastanie, die durch ihren hohen Gerbstoffanteil sehr widerstandsfähig ist.  Wir sind gespannt, wie lange es dann halten wird. 15 Jahre soll so ein Zaun wohl schaffen. Die Edelkastanie bildet übrigens besonders in Südfrankreich große, natürliche Bestände.

Wir wünschen einen Schönen August und melden uns wieder im September.
Euer Team EcoDeco