Wir bauen einen Teich 7/… Der Seicht- und Strandbereich

Hallo, nach langer Sendepause

Heute Abend, nach Durchstöbern der Fotos entscheide ich mich, euch ein paar Eindrücke zum Bau der Strand- und Seichtwasserschnecke zu geben. Die Mauer, die wir zum Abgrenzen vom Tiefwasserbereich kreiert haben kennt ihr ja bereits (Hier).

Seht diesen bunten Planausschnitt.

Foto: Planausschnitt - TeichschneckeAuf der linken Seite, die bunten Stufen markieren verschiedene Höhenniveaus. In der Realität ist der Übergang fließend und endet 85 cm unter der Wasseroberfläche, wo der Seichtbereich in die Schwimmzone mündet. (In der Grafik von Fl. 6 zu Fl. 10… Unten links eingezeichnet die Sitzstufen wie auf folgendem Foto zu sehen.

Foto: Schwimmteich Sitzstufen an TeichschneckeAuf dem Foto ist auch das Befüllmaterial am Grund verteilt zu sehen. WIr haben uns für ein 2/4 mm Splitt entschieden. Dieser ist unter Wasser Barfuß angenehm und wir denken, dass er am wenigsten hinunter rutscht.

Foto: Übergang Seichtbereich zu PflanzbereichDies ist die tiefste Stelle im Seichtbereich. Darauf folgen Teichsäcke und rechts der Säcke dann der Pflanzbereich (noch ohne Substrat). Zum Tiefwasser hin ist noch eine Stufe aufbetoniert, damit der Splitt möglichst bleibt wo er hin gehört.

Foto: Blick auf SeichtbereichHier ein gutes Übersichtsfoto. Rechts wieder die Stufe zum Tiefbereich. Links die Sitzstufen und oben die lustige Mauer. Auch zu sehen, dass unter dem Splitt eine dünne Betonschicht auf der Folie aufgetragen ist. Das soll die Folie schützen. Könnte ja jemand beim Eislaufen einbrechen und mit den Kufen in der Folie landen. Andere Szenarien sind eventuell realistischer 🙂 Man denke an wildgewordene Kinder….

Nun folgt außerhalb der Kapillarsperre der Strand. Der feine Sand wird mit der Zeit auch im Wasser landen und in den Splitt übergehen. Darum gibt es eine Erhöhung entlang der Wasserlinie, die insbesondere die Dochtwirkung des feinen Sandes reduziert. Foto: Schwimmteich StrandWir haben ca. 30 cm runter gegraben, Vlies eingelegt und dann den feinen Sand rein gegeben.  Im Prinzip eine Sandkiste am Teich für groß und klein.
Nun noch ein paar Fotos rundherum. Ich sage schonmal gute Nacht und bis bald!

Foto: Teichschnecke von SO

Foto: Teichschnecke von NW

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Wir bauen einen Teich 6/… Die Pflanzen ziehen ein

Bevor die Pflanzen in den Teich einziehen können, benötigt es noch einiger Schritte.
Dazu gehört: Vlies im Pflanzbereich auf die Folie geben, Teichsäcke füllen und verlegen, Kapillarsperre montieren, Substrat für die Pflanzen einfüllen.

Bevor die Teichsäcke gelegt werden können, soll die Folie möglichst von Falten befreit sein und ein Vlies darauf gelegt werden. Die schweren Teichsäcke werden auf die Kante gelegt, von der aus es runter zu unserer Pflegestufe geht. Also ca. in 85 cm tiefe unter dem Wasserspiegel. Die Teichsäcke sind sehr schwer und werden kurz vor dem endgültigen verlegen aufgefüllt.

Hier sehen wir wie die Teichsäcke nebeneinander auf dem Vlies liegen. Sie haben auf Zwei Seiten eine Lasche. Auf der Lasche der längeren Seite wird später das Pflanzsubstrat liegen. Dadurch ist das ganze sehr stabil. Die Lasche auf der Kürzeren Seite liegt unter dem nächsten Teichsack.

FotoUnd hier sind wir gerade dabei, die letzten Teichsäcke zu legen. Im kleinen Pflanzbereich links auf dem Foto wird auch schon das Substrat eingefüllt, dass im Zuge der Aushubarbeiten zur Seite gelegt wurde. Es ist sehr grusig und humusarm und führt dem Teich somit wenig Nährstoffe zu. Da der Pflanzbereich dort und auch auf der NO-Seite recht steil geworden ist haben wir zwei Reihen an Teichsäcken gelegt. Es soll ja kein Substrat in den Teich rutschen.

FotoSubstrat einfüllen…

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Wasserpflanzen eingraben….

FOTOUnd natürlich den Teich mit Wasser füllen, damit die Pflanzen nicht verdursten.

 

Wir bauen einen Teich 5/… – Stein- und Betonarbeiten im Teich

Was tat sich am Teich in den letzten Wochen? Der Wasserstand ist inzwischen fast so, wie er einmal sein soll. Leider wäre es zu viel, heute alles zu berichten, was bisher passiert ist. Ich beschränke mich deshalb heute Abend auf die Stein- und Betonarbeiten innerhalb des Teiches.
Es gibt jetzt zwei Stiegen, eine davon hat sogar einen Handlauf. Zuletzt wurde fleißig an den lang gezogenen Sitzstufen und einer Trennmauer (auch genannt der Drachenrücken) in der so genannten Sand-/Teichschnecke gearbeitet. Bei der Sandschnecke handelt es sich um eine Bauweise die es ermöglichen soll, einen Seichtwasserbereich zu schaffen in dem Kinder spielen können, ohne dass der Sand am Teichgrund landet. Dafür darf dieser Bereich nicht zu steil abfallen. Die Form gleicht dem Eingang eines Schneckenhauses. Vom restlichen Teich ist unsere Schnecke durch eine Mauer begrenzt, welche, nach vielem hin und her überlegen, aus den großen Brocken, die beim Teichaushub angefallen waren, gemauert wurde.

Nun zu einigen Fotos, wie gehabt…
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Hier sehen wir wie Hector dabei ist, die erste Stufe der östlichen Stiege vorzubereiten. Da diese sich in ca. 1,3 m Tiefe unterhalb des Wasserspiegels befindet, verputzen wir diese und die nächsten lediglich mit Beton. Die obersten 3 Stufen, welche durch das Wasser gut sichtbar sind, sind dann aus Natursteinen aus dem Waldviertel gemauert. Die Steine vom Aushub hier auf dem Foto dienen als Füllmaterial.

FOTODie ersten zwei Stufen sind fertig. Damit sich keine Risse im Beton bilden, decken wir die Stufen anschließend mit Vlies ab. Dies schützt sie vor zu viel Sonne und zu schnellem Tocknen.

FOTOWas ist denn das? …Dies ist ein Rohr aus Beton. Wenn alle Stufen fertig sind, dann wird ein solches Rohr auch in der obersten Stufen zu finden sein. Hier werden die Steher vom Handlauf hinein gesteckt. Die bleibenden Hohlräume im Rohr werden mit 0/4 Brechsand gefüllt. Somit sitzt der Handlauf fest und kann im Falle sehr einfach durch einen neuen ersetzt werden. Dafür muss dann nur der Sand entfernt und die Hohlräume neu befüllt werden.

FOTOVoilà…

FOTOEine vollendete Stiege! Links davon wird einmal ein Steg über das Wasser ragen.

Nun zur so von uns getauften Sand- und Teichschnecke:
FOTOHier die drei Sitzstufen, von denen nur die oberste etwa 5 cm aus dem Wasser ragen wird. die Fläche darunter haben wir mit einer ca. 3 cm starken Betonschicht bedeckt. Darauf wird später Sand gestreut werden. Der Beton soll die Folie vor Kindern und sonstigen Personen schützen, die im Sand herum stochern. Eher unwahrscheinlich, aber sicher ist sicher.

FOTOHier entsteht nun die Mauer, welche den sandigen Flachwasserbereich von der Schwimmzone trennt. Sie soll verhindern, dass Sand in den Teich rutschen kann und außerdem den Erwachsenen die Aufsicht der Kleinen erleichtern.

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Wir versehen große Steinbrocken mit Stahlstangen als Bewehrung. Das nächste Foto erklärt weshalb…

FOTOUnd so sieht der Drachenrücken aus. Den Anfang macht der größte Stein, den der Baggerfahrer ausgegraben hat. Er besitzt ein eigenes Fundament und ist zusätzlich bewehrt, damit er bloß nicht umfällt.

FOTODer Brocken ist geschätzte 1 bis 1,5 Tonnen schwer. War das ein Spaß den da erst einmal mit Muskelkraft und Hebeltechnik in seine Position zu bringen.

FOTODa bei der Sandschnecke beidseitig der Kapillarsperre Sand für die Kinder und Erwachsenen zum spielen aufgefüllt wird, schützen wir diese mit einem Betonsockel. So kann sie sicher nicht ausgegraben und freigelegt werden.

FOTODieser ebenfalls riesige Brocken beendet die Steinarbeiten innerhalb des Teichs. Er wird aus dem Wasser heraus ragen und zum Sitzen und Abspringen einladen.

FotoAuf den Seiten sind noch zwei Stufen. Bald werden sie unter Wasser liegen. Wir sehen auch schon die Teichsäcke.. Aber dazu mehr beim nächsten Mal!

 

Bis zum nächste Eintrag!
Euer Team ecodeco15-09-28_POMALI_Mauer_an_Teichschnecke_Drachenrücken_02