Wir bauen einen Teich 8/… – Der Zaun

Bevor es nun auf eine wohlverdiente Reise geht, blogge ich noch schnell etwas zum neuesten Stand. Diesmal wurde nicht am Teich gebaut, sondern an einem wunderschönen  Staketenzaun, der in erster Linie die kleinsten vor dem Teich schützen soll.
Der Zaun besteht aus Edelkastanienholz. Die Pfosten wurden bei einem nächtlichen Bier und Grillerei am unteren und zugespitzten Ende angekohlt. Das soll die Haltbarkeit erhöhen, da die Kohle auch für Bodenorganismen nicht sehr schmackhaft ist.
Foto: https://i0.wp.com/www.ecodeco.at/galerien/Teich-POMALI/images/15-07-19_POMALI_Staketenzaun_02.JPG?resize=640%2C480
Die 104 Pfosten waren in 3 Stunden fertig angekohlt. Gebraucht haben wir letztendlich nur 85 Stück für die 105 Meter Zaun.

Foto: https://i2.wp.com/www.ecodeco.at/galerien/Teich-POMALI/images/15-07-20_POMALI_Staketenzaun_05.JPG?resize=640%2C480

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Der Boden war so steinig, dass wir jedes Loch (ca. 50cm tief) per Hand gegraben und anschließend mit dem Vorschlaghammer verdichtet haben. Und das ausgerechnet an den heißesten Tagen des Jahres.

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Zu zweit ging das Anschrauben der fertigen 10m Staketenrollen dann sehr schnell. Eine Person hat mit Hilfe einer Holzlatte die Staketen gespant und die andere Person hat geschraubt.

UND FERTIG ist das Pinguin-Gehege! Da wird keiner so eben drüber hüpfen.
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Was wir hier errichtet haben nennt sich französischer Staketenzaun. Die einzelnen Staketen sind aus dem gespaltenen Holz der Edelkastanie, die durch ihren hohen Gerbstoffanteil sehr widerstandsfähig ist.  Wir sind gespannt, wie lange es dann halten wird. 15 Jahre soll so ein Zaun wohl schaffen. Die Edelkastanie bildet übrigens besonders in Südfrankreich große, natürliche Bestände.

Wir wünschen einen Schönen August und melden uns wieder im September.
Euer Team EcoDeco

Wir bauen einen Teich 3/… – Folie verlegen yieaaa

Schonmal im Vorhinein einen riesen Applaus für unsere tapferen Helfer und Helden, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, innerhalb von weniger als einer Stunde diese mordsmäßig schwere Folie zu bewegen, dem Teichprofil anzulegen und sogar schon die Falten im unteren Bereich zu beseitigen.

Beginnen wir mit den Fotos, wie gehabt:FOTO DSC03707Wir stellten uns in unsere Positionen. Vorher wurde selbstverständlich eine ausführliche Absprache gehalten. Kurzfassung: Auf „Hau“ heben wir alle den Folienrand in die Höhe… Auf „Ruck“ geben wir ihn weder zum Boden… So bekommen wir Luft unter die Folie, auf der diese dann gleiten und von uns in die gewünschte Position gebracht werden kann. Das dritte Kommando war also „Ziehn!“.

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Hier gut zu sehen, wie eine Welle an Luft unter die Folie gelangt!

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Und „Ziiiiieeehhhnn!“, jawoll, in einem Lauf konnten wir die Folie über zwei Drittel des Teiches befördern. Nun wurde es schwerer, da wir Aufgrund der sehr steilen Flanken nur mehr schwer Luft unter die Folie wedeln (Hau, Ruck und Ziehn!) konnten.

Nach und nach haben wir es geschafft!

Die nächsten Fotos verdeutlichen nocheinmal, wie die Luft unter die Folie kommt!
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Und „Zieeeehhhnnn“, genau so war es!

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Nun werden die letzten Falten gezogen, während schon das Wasser einläuft. Gaaanz wichtig, dass wir schnellst möglichst, viel Wasser einlaufen lassen, damit uns das Grundwasser die Folie nicht hinein drückt.

Danach wurde noch gebadet und die zukünftige Stiegenflanke als Rutsche genutzt. Inzwischen steht das Wasser bis knapp unter die Pflegestufe auf ca. 1,40m, die im nächsten Schritt mit eine leichten Betonschicht überzogen wird, damit dort eine gute Stehfläche entsteht.

Alles Gute vom Team EcoDeco!

Wir bauen einen Teich 2/…

Was bisher geschahhh… Ja viel! Wir haben den gesamten Teich mit Vlies ausgekleidet, die gut 1,2 Tonnen Folie vorbereitet und letztendlich über den Teich gezogen. Das Wasser fließt und fließt, nun sind schon 100 m³ Wasser im Teich. Ca. 500 werden folgen.  Gebadet wurde passender weise als Initialritual auch direkt. Heute durften dann die Kinder schon planschen. Das ist gut, denn wenn dann erst einmal die Pflanzen eingesetzt werden, ist erst einmal Geduld gefragt. Das dürfte aber dann im Winter nicht all zu schwer fallen.

So hier die Bilder mit ein paar Kommentaren.

Foto: https://i2.wp.com/www.ecodeco.at/galerien/Teich-POMALI/15-07-07%20POMALI%20Versuch%20Kante%20zu%20restaurieren.JPG?resize=3648%2C2056Hier zu sehen, die oberste Kante wo nachher einmal das Wasser ca. 80 cm tief sein wird. Darauf sollen Teichsäcke liegen, die zum einen das Substrat für die Bepflanzung zurückhalten sollen und zum anderen als Sitzmöglichkeit dienen. Allerdings ist uns die Kante raus gebrochen. Zu sehen sind ein paar Torstahlstangen, für eine senkrechte Betonstütze, die wir allerdings nicht in das sehr steinige Material einschlagen konnten und deswegen dann die Kante mit Krampen und Schaufel wieder herausgearbeitet haben. Der Pflanzbereich war an dieser Stelle zum Glück sehr großzügig. Nur zu steil darf er nicht werden, da sonst das Pflanzsubstrat weg rutschen und am Fuße des Pflanzbereiches sammeln würde.

Foto: https://i2.wp.com/www.ecodeco.at/galerien/Teich-POMALI/15-07-07_POMALI_Vlies_verlegen.jpg?resize=3648%2C2056Ja, dann das Vlies und zwar als erstes an unsere bereits ausgebrochene und wieder gerichtete Kante, damit sie geschützt ist.
Das Grundwasser hat den Teich schon ganz gut angefüllt. Wurde von uns aber wieder heraus gepumpt, da wir sonst das Vlies und die Folie nicht richtig verlegen können.

DSC03666und zack dibum, fertig ist das Vlies verlegt. Rechts sehen wir schon die Folie, die zusammengerollt in zwei Teilen geliefert wurde (15×33 & 6×22 Meter). Sie war zusammengerollt und musste erst mit Verstärkung der fleißigen Bewohner (an der Stelle ein großes Dankeschön, wir waren ein erstklassiges Team!) auseinander gerollt und dann entfaltet werden. Weil sie dann schlecht lag, wieder zusammengefaltet, auf den Raupendumper gehievt, näher zum Teich die Böschung herauf gefahren und wieder ausgebreitet. Inzwischen kam zum Glück noch mehr Verstärkung.DSC03673

Sooo, nun müssen die zwei Teile noch verklebt (vulkanisiert) werden. Es handelt sich bei den Folien um synthetisch hergestellten Kautschuk, der ähnlich wie ein Fahrradschlauch verklebt wird.

Und nun genug für heute. Fortsetzung folgt.